Die besten Gitarren für Blues- und Jazz-Spieler

Blues und Jazz – zwei Genres, die die Seele der Gitarre zum Klingen bringen. Ob die raue, emotionale Tiefe des Blues oder die elegante, nuancierte Raffinesse des Jazz: Die richtige Gitarre ist mehr als nur ein Instrument. Sie ist der Klangträger für Geschichten, Gefühle und Improvisationen. In diesem Beitrag tauchen wir tief in die Welt der besten Gitarren für Blues- und Jazz-Spieler ein. Wir schauen uns Klassiker und moderne Empfehlungen an, die nicht nur tonale Vielfalt bieten, sondern auch spielerisch überzeugen. Egal, ob du Anfänger bist oder Profi – hier findest du Inspiration für deine nächste Anschaffung. Lass uns starten!

Günstige Akustikgitarren, die großartig klingen

Die besten Gitarren für Blues-Spieler: Rau, warm und voller Seele

Der Blues lebt von Dynamik: Von sauberen, fingerpicking-lastigen Riffs bis hin zu verzerrten Leads, die wie ein Seufzer klingen. Die ideale Blues-Gitarre braucht Single-Coils für Biss und Klarheit oder Humbucker für cremige Wärme. Semi-Hollow-Bodies sind hier Gold wert, da sie Feedback widerstehen und doch akustische Resonanz mitbringen. Basierend auf aktuellen Tests und Profi-Empfehlungen aus 2025 haben wir die Top-Modelle zusammengestellt.

Elektrische Gitarren: Die Klassiker für den Blues-Sound

Fender Custom Shop Stevie Ray Vaughan Stratocaster

Fender Custom Shop Stevie Ray Vaughan Stratocaster Diese Stratocaster ist der Inbegriff von Texas-Blues: Mit Alder-Body, Maple-Hals und Custom Shop Texas Special Single-Coils liefert sie diesen ikonischen Biss – scharf in den Höhen, warm in den Mitten. Der SRV-spezifische Oval-C-Hals sitzt wie angegossen und erlaubt mühelose Bends. Perfekt für Spieler wie Stevie Ray Vaughan, die den Strat-Sound mit Drive pushen wollen. Vorteile: Unglaubliche Dynamik und Sustain; Nachteile: Hoher Preis (ca. 5.450 €). Wenn du den klassischen Blues-Rock suchst, ist das deine Waffe.

Gibson Les Paul Standard ’50s P-90

Gibson Les Paul Standard ’50s P-90 Ein Mahagoni-Monster mit Maple-Decke und P-90-Single-Coils: Diese Gitarre singt den Blues pur. Der 24,75″-Maßstab und der runde C-Hals sorgen für Komfort, während die P-90s diesen dreidimensionalen, heißen Ton erzeugen – ideal für Slide oder Volume-Rolloff-Effekte. Sie eignet sich super für Chicago- oder Delta-Blues, wo Wärme und Klarheit im Vordergrund stehen. Vorteile: Legendärer Sustain und Baufinesse; Nachteile: Schwer (ca. 4,5 kg) und teuer (ca. 2.500 €). Ein Must-Have für Les-Paul-Fans.

Gibson ES-335

Gibson ES-335 Die Semi-Hollow-Queen: Laminated Maple-Body mit Mahagoni-Hals und T-Type-Humbuckern. Sie bietet feedback-resistente Wärme für Bühnen-Blues und eine breite Tonpalette – vom knackigen Rhythmus bis zum singenden Lead. Der 24,75″-Scale und der Plek’d-Griffbrett machen sie spielbar wie nie. Vorteile: Vielseitig und altert wunderschön; Nachteile: Weniger „vintage“ als reine Solids (ca. 3.000 €). B.B. King und Larry Carlton schwören drauf – zu Recht.

Epiphone 1959 Les Paul Standard

Epiphone 1959 Les Paul Standard Die budgetfreundliche Alternative zur Gibson: Mahagoni-Body, Flame-Maple-Top und Burstbucker-Humbucker. Sie fängt den ’59er-Sound ein – cremig und klar, perfekt für Blues-Bends. Der Medium-C-Hals ist komfortabel für lange Sessions. Vorteile: Gibson-Qualität zu Epiphone-Preis (ca. 800 €); Nachteile: Fingerboard aus Indian Laurel statt Rosewood. Ein Einstieg, der süchtig macht.

Squier Classic Vibe ’50s Telecaster

Squier Classic Vibe ’50s Telecaster Für Twang und Biss: Pine-Body, Maple-Hals und Alnico-Single-Coils. Diese Telecaster rockt Country-Blues à la Muddy Waters mit ihrem dreisatteligen Bridge und vintage Vibes. Vorteile: Günstig (ca. 430 €) und modbar; Nachteile: Etwas hell für manche. Ideal für Einsteiger.

Akustische Gitarren für akustischen Blues: Natürlich und resonant

Für unplugged Blues eignen sich dreadnought- oder parlor-Modelle mit warmer Resonanz. Die Ibanez AW54OPN (ca. 300 €) mit Spruce-Top und Mahagoni-Body liefert klassischen Slide-Ton – leicht und vielseitig. Oder die Art & Lutherie Roadhouse Parlor (ca. 400 €): Kanadische Handwerkskunst mit festem Spruce-Top für fingerstyle Blues. Beide bieten D-förmige Hälse für entspanntes Spielen.

Die besten Gitarren für Jazz-Spieler: Elegant, resonant und nuanciert

Jazz fordert Präzision: Komplexe Akkorde, fließende Lines und ein warmer, akustischer Touch. Hollow- oder Semi-Hollow-Bodies dominieren hier, oft mit Floating-Pickups für Klarheit. Humbucker sorgen für Mellow-Töne, während der Hals schlank sein muss für weite Greifen. Unsere 2025-Empfehlungen basieren auf Profi-Tests und decken Traditionelles bis Modernes ab.

Hollow- und Semi-Hollow-Bodies: Der Jazz-Kern

Ibanez George Benson Signature GB10

Ibanez George Benson Signature GB10 Ein Hollowbody-Meisterwerk: Spruce-Top, Maple-Rücken und GB-Special-Humbuckern. Der dreiteilige Maple-Hals mit bound Ebony-Griffbrett erlaubt schnelle Jazz-Runs. Sie liefert tighte Bässe und reichen Sustain – Bensons Sound in der Box. Vorteile: Japanische Präzision und warmer Ton; Nachteile: Preisig (über 1.500 €). Für traditionellen Bebop unschlagbar.

D’Angelico Excel EXL-1

D’Angelico Excel EXL-1 Archtop-Pur: Laminated Spruce-Top, Maple-Rücken und Seymour Duncan Johnny Smith Mini-Humbucker. Der 25,5″-Scale und Slim-C-Hals machen sie ideal für Chord-Melody. Sie strahlt New-York-Jazz-Wärme aus – detailliert und resonant. Vorteile: Art-Deco-Ästhetik und Balance (ca. 1.800 €); Nachteile: Weniger fusion-tauglich. Ein Statement-Stück.

Gibson ES-335

Gibson ES-335 Wieder sie: Für Jazz die Brücke zwischen Hollow und Solid. T-Type-Humbucker und Semi-Hollow-Design bieten Klarheit ohne Feedback – perfekt für hohe Volumes. Der Rounded-C-Hals fließt wie Seide. Vorteile: Ikonisch und vielseitig (ca. 3.700 €); Nachteile: Humbucker-Wahl subjektiv. Wes Montgomery’s Erbe.

Epiphone Broadway

Epiphone Broadway Budget-Archtop: Laminated Maple-Body und Alnico Classic Humbuckern. Der SlimTaper-C-Hals ist jazz-freundlich für Akkorde. Sie resoniert warm und unterstützt schnelle Phrasen. Vorteile: Wertvoll (ca. 800 €) und resonant; Nachteile: Verfügbarkeit schwankt. Super für Einsteiger.

Guild Starfire II ST Dynasonic

Guild Starfire II ST Dynasonic Semi-Hollow mit DeArmond Dynasonics: Mahagoni-Body und Vintage-U-Hals. Der ’40er-Ton mit Klarheit – neck-Pickup für warme Jazz-Comps. Vorteile: Retro-Vibes (ca. 1.100 €); Nachteile: Kein Case inklusive. Vielseitig für Jazz-Rock.

Moderne Optionen: Solidbody für Fusion-Jazz

Fender American Performer Telecaster Alder-Body, Maple-Hals und Yosemite-Single-Coils mit Humbucker-Neck. Coil-Tap für Jazz-Vielfalt – warm und feedback-frei. Vorteile: Vielseitig (ca. 1.200 €); Nachteile: Bridge-Pickup nicht jedermanns. Für Mike Stern-Fans.

PRS SE Hollowbody Standard Mahagoni-Hollowbody mit 58/15-Humbuckern. Wide-Fat-Hals für Akkord-Inversionen. Vorteile: PRS-Qualität günstig (ca. 1.000 €); Nachteile: Begrenzte Finishes. Brücke zu Jazz von Solidbody aus.

Gemeinsame Favoriten: Gitarren, die Blues und Jazz vereinen

Viele Modelle überschneiden sich – der Blues und Jazz teilen Wurzeln. Die Gibson ES-335 toppt beide Listen: Ihre Semi-Hollow-Resonanz passt zu allem, von Slow-Blues bis Bebop. Ebenso die Ibanez Artcore AF55 (ca. 400 €): Günstiger Hollowbody-Einstieg mit warmer Ton für beide Genres. Oder die D’Angelico Premier SS (ca. 800 €): Filter’Tron-Pickups für Twang und Wärme. Diese Hybriden sparen Platz in deiner Sammlung.

Tipps zur Auswahl: So findest du deine Traumgitarre

  • Budget: Unter 500 €? Epiphone oder Squier. 1.000–2.000 €? Ibanez Artcore. Über 3.000 €? Gibson Custom.
  • Pickups: Single-Coils für Blues-Biss, Humbucker für Jazz-Wärme. Coil-Split für Flexibilität.
  • Hals und Scale: Schlanker C-Profile für Jazz-Greifen, kürzerer Scale (24,75″) für Blues-Komfort.
  • Testen: Probiere mit Flatwounds (Jazz) oder Mediums (Blues) und Tube-Amp. Achte auf Feedback-Resistenz.
  • Zubehör: Gute Case und Setup sind essenziell – lass den Truss Rod anpassen.

Zusammenfassend: Die beste Gitarre ist die, die zu deinem Stil passt. Starte mit einer ES-335, wenn du unsicher bist – sie verbindet Welten. Welche wird deine? Teile in den Kommentaren!

Quellen

  • Guitar World: Best Blues Guitars 2025
  • Guitar Player: Best Jazz Guitars 2025
  • MusicRadar: Best Jazz Guitars 2025
  • Guitar Center Riffs: Top 10 Electric Guitars for Blues
  • Jazz Guitar Online: Popular Jazz Guitars Survey
  • Gitarre 101

    Gitarre 101 ist ein redaktionell geführtes Gitarrenprojekt mit langjähriger Erfahrung in Musikpädagogik und Gitarrentechnik. Unser Ziel ist es, Gitarristen aller Erfahrungsstufen mit fundiertem Fachwissen, praxisorientierten Anleitungen und vertrauenswürdigen Informationen zu unterstützen. Wir analysieren Techniken, Equipment und Musiktheorie auf verständliche Weise – immer mit dem Anspruch, qualitativ hochwertige Inhalte zu liefern.

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